Hobeldielen

  • Die älteste Form der Holzfußböden.
  • Massivdielen in Raumlängen oder fallenden Längen.
  • Breiten oft Unterschiedlich je nach Hersteller (von 7cm bis 30cm).
  • Stärke: 15-50 mm, Länge bis zu 15 Meter möglich.
  • Holzarten meistens Weichhölzer wie Fichte, Douglasie o.ä.
  • Hobeldielen mit Nut und Feder Längsseitig.
  • Zur vollflächigen Verklebung (PU) auf planebenem Untergrund.
  • Zum schrauben oder nageln auf Balkenlage, Unterkonstruktion.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • Durch die mächtige Dimensionierung der Dielen ist generell mit Fugen, von nicht selten mehreren mm zu rechnen. Deshalb ist für Dielen eine Holzfeuchte beim Einbau von max. 12 % (besser 8 - 10 %) Bedingung, um die Fugenbildung weitestgehend einzuschränken.
  • Renovierbarkeit: sehr gut (5-7 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: mäßig - negativ (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Massivholz-Kurzdiele

  • Endbehandelte oder rohe Massivdielen in Kurzlängen mit Nut und Feder umlaufend.
  • Oberflächen lackiert oder geölt erhältlich.
  • Auch bewusst manuell "gealterte" Dielen sind erhältlich.
  • Zur vollflächigen Verklebung auf planebenem Untergrund.
  • Zum schrauben, nageln auf Unterkonstruktion.
  • Stärke: 15-33 mm.
  • Schiffboden oder als gestalteter Dielenboden (englisch, Kassette etc.).
  • Renovierbarkeit: sehr gut (5 -7 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: mäßig - negativ (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Hochkantlamellen - Industrieparkett

  • Hochkantlamellenparkett oder Industrieparkett ist ein Nebenprodukt aus der Mosaikparkett-Produktion.
  • Für Hochkantlamellenparkett werden Mosaikparkettlamellen mit der besseren Schmalseite nach oben zu Verlegstreifen mit einer Breite von einer Lamellenlänge mit einem Klebstreifen zusammengefasst. Diese Verlegeeinheiten werden mit durchlaufenden Kopf- und Längsfugen verlegt. Hochkantlamellenparkett hat eine Dicke von 10 - 23 mm, die Lamellenbreite beträgt 8 mm gelegentlich auch als Breitlamelle bis 16 mm.
  • Zur vollflächigen Verklebung (PU) auf planebenem Untergrund.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • Renovierbarkeit: sehr gut (7-9 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: gut (10 mm) -mäßig (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Lam-Parkett

  • Ohne Nut und Feder zur vollflächigen Verklebung auf planebenem Untergrund, leicht austauschbar.
  • Lam- oder auch Dünnbrettparkett wird überwiegend in 10 mm Dicke hergestellt, es gibt gelegentlich auch Hölzer von 6 mm und bis zu 15 mm Dicke. Die Breiten liegen zwischen 40 und 55 mm, selten bis 70 mm. Die Längen liegen zwischen 200 und 800 mm.
  • Stärke: 6-15 mm
  • Zur vollflächigen Verklebung (PU) auf planebenem Untergrund.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • In Abhängigkeit der Stab-Dimension alle Verbände möglich.
  • Bei Stäben mit zu geringer Breite im Verhältnis zur Stablänge (optimal= 1:4 -5) ist in Abhängigkeit der Holzart mit stärkeren Verwerfungen zu rechnen.
  • Lamparkett wird in Einheiten als Einzelstäbe oder als vorgefertigte Verlegeeinheiten in der Art wie Mosaikparkett in vielfältigen Mustervarianten geliefert.
  • Renovierbarkeit: gut (4 -5 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: mäßig - negativ (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Mosaik-Parkett

  • Kleindimensionierte Stäbe in Verlegeelementen, aus Vollholz.
  • Es hat eine Stärke von 8-10 mm, eine Breite von 18-25 mm und eine Länge bis 180 mm.
  • Die einzelnen Mosaikparkettlamellen werden zu verschiedenen Mustern (als Würfel, engl. Verband, Schiffboden, Fischgrat, Burgunder u.v.a.) im Werk auf Trägermaterial (Gitter/Papier) zusammengesetzt.
  • Die am häufigsten verwendete Form ist der Würfelboden.
  • Zur vollflächigen Verklebung (PU) auf planebenem Untergrund.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • Renovierbarkeit: gut (4 -5 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: gut (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Riemen-Parkett

  • Die Verbindung der Stäbe untereinander erfolgt durch eine angehobelte Feder.
  • Zur vollflächigen Verklebung auf planebenem Untergrund.
  • Zum schrauben, nageln auf Unterkonstruktion.
  • Anlieferung meist in fallenden Längen.
  • Stärke: 14-23mm.
  • Ausschließlich Schiffbodenverband, Parkettriemen bestehen aus Vollholz.
  • Parkettriemen sind in den Längen zwischen 350 und 1500 mm und in Breiten zwischen 45 und 100 mm lieferbar.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • Renovierbarkeit: sehr gut (5-7 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: mäßig - negativ (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Stab-Parkett

  • Mit Nut und Feder zur vollflächigen Verklebung auf planebenem Untergrund.
  • Stärke: 14 - 23 mm ( selten stärker )
  • In Abhängigkeit der Stab-Dimension alle Verbände möglich.
  • Stabparkett nach der DIN 280 Teil1 besteht aus Vollholz. Die Gesamtstärke liegt bei 22 mm, die Oberwangendicke bei 10 mm. Die Verbindung der Stäbe untereinander erfolgt entweder durch Hirnholzfedern (Querholzfedern) oder durch eine angehobelte Feder. Parkettstäbe sind in Längen zwischen 250 und 800 mm und in Breiten zwischen 45 und 80mm lieferbar.
  • Das gängigste Stabmaß ist 500 mm Länge und 60 - 70 mm Breite.
  • Abweichend hiervon sind auch 14-16 mm starke Stäbe im Handel.
  • Die Verlegerichtlinien sind in der DIN 18356 vorgeschrieben.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • Renovierbarkeit: sehr gut (5-7 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: mäßig - negativ (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Tafel-Parkett

  • Die sehr feine Art des Parketts.
  • Einzelelemente werde zu einem Muster in Form einer Tafel zusammengefügt, welche aneinander gelegt ein Flächenmuster darstellen. Oft sind die Tafeln mit Intarsien aus verschiedenen Edelhölzern versehen.
  • Die bis zu 10 mm starken Deckfurniere wurden früher meist auf Nadelholz-Tafeln mit Knochenleim verklebt und nach dem Einbau abgezogen. Heute erhältliches Tafelparkett wird oft im Werk auf Trägermaterial (Gitter/Papier) zusammengesetzt.
  • Ein auch noch so alter Tafelboden ist ein echter Schatz und sollte in jedem Fall erhalten werden.
  • Zur vollflächigen Verklebung (PU) auf planebenem Untergrund.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • Renovierbarkeit: Alte Tafelböden - sehr schwierig und nur vom Fachmann auszuführen.
  • Neue Tafelböden - gut (4-5 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: mäßig - negativ (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Hirnholz-Parkett

  • Hirnholzparkett oder Holzpflaster hat neben der besonderen optischen Erscheinung eine extrem hohe Belastbarkeit und Lebensdauer. Es ist leicht durch einfaches Auswechseln der beschädigten Klötzer zu reparieren.
  • Die scharfkantig geschnittenen Klötzer, werden so verlegt, dass die Hirnholzseite als Lauffläche benutzt wird.
  • Diese hervorragenden Eigenschaften macht Holzpflaster gerade auf hoch beanspruchten Flächen zum sinnvollen Bodenbelag.
  • Holzpflaster ist in DIN 68702 genormt.
  • Zur vollflächigen Verklebung (PU) auf planebenem Untergrund.
  • Nach Verlegung Abschliff und Oberflächenbehandlung notwendig. 
  • Renovierbarkeit: sehr gut (mind. 7-9 mal abschleifbar).
  • Fußbodenheizung: mäßig - negativ (Wärmedurchlaßwerte der Holzarten beachten).


Pro und Contra

Eine der hochwertigsten Lösungen im Bereich der Fußbodenbeläge ist der Massivparkett. Er wird unter anderem auch als "echter Parkett" bezeichnet, weil er massiv aus Holz besteht. Massivparkett wird hergestellt, indem aus Holz Stücke gesägt und gefräst werden, die dann verlegt werden können.

Massivparkett wird entweder vollflächig geklebt oder durch Nut und Feder verbunden und dann an einer Holzunterkonstruktion angenagelt. Die Anbringung von Massivparkett ist somit meist für einen langen Zeitraum vorgesehen, und damit sozusagen ein Bodenbelag fürs Leben. Ein Massivparkett kann nämlich problemlos immer wieder renoviert werden, denn die Nutzschicht von Massivparkett ist fast beliebig bis zur Nut- und Feder-Kante abschleifbar und damit immer wieder zu erneuern bzw. zu veredeln.

Nach dem Verlegen muss ein Massivparkett im Gegensatz zu Fertigparkett immer oberflächenbehandelt werden. Das heißt er muss entweder mit Lack versiegelt oder geölt werden. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile sind aber qualitativ gleichwertig, wenn sie professionell durchgeführt wurden.

Bei Massivparkett kommt es in hohem Maße darauf an, dass hochwertige Hölzer verwendet werden, denn je nach Holzart verändert sich nicht nur die Optik, sondern vor allem unterscheiden sich verschiedene Holzarten in ihrer Struktur und Festigkeit. Traditionell wird für Parkett Eiche, Buche und Nadelholz verwendet, daneben gibt es aber mittlerweile auch Fertigungen aus anderen Hölzern, darunter zum Beispiel Kirsche, Ahorn, Esche, Nussbaum, Birke oder Teak.

Da Massivparkett vollkommen aus edlen und wertvollen Hölzern besteht, sollte man beim Kauf darauf achten, dass das Holz aus nachhaltigem Anbau stammt, denn ansonsten begeht man mit einem Massivparkettboden Raubbau an der Natur. Grundsätzlich ist die Nutzung von Holz für einen Massivparkettboden aber nur zu empfehlen, denn dadurch, dass ein Parkettboden theoretisch ein Menschenleben lang und länger genutzt werden kann, wird die Natur natürlich nur einmal geschädigt. Schnell nachwachsende Baum- und Holzarten sind aber natürlich trotzdem zu empfehlen, wenn es darum geht sich für einen Massivparkettboden zu entscheiden. Normalerweise kann der Hersteller des Parketts über die Herkunft des Holzes Auskunft geben, so dass man solche Details erfragen kann. Dies ist im Übrigen auch wichtig, wenn man wissen möchte wie lange das Holz gelagert wurde. Da Holz ein Naturstoff ist, arbeitet er auch nach dem Schlagen weiter, so dass Holz erst nach einer bestimmten Lagerzeit als Massivparkett verarbeitet werden darf. Dies sollte man beim Kauf beachten, da man ansonsten nicht viele Freude mit seinem Massivparkett haben wird.

Massivparkett ist im Vergleich zu anderen Bodenbelägen recht teuer, allerdings muss man bedenken, dass er ja aus hochwertigem Massivholz besteht, das eben nicht ganz billig ist. Außerdem muss man den Preis für Massivparkett im Zusammenhang mit der Langlebigkeit dieses Bodenbelages sehen

Gerne beraten wir Sie zu ihrem neuen "Boden fürs Leben" !



Letzte Aktualisierung am 01.12.2014